Segel RE, RM oder FX: Welches System passt?
Drei Systeme, ein Ergebnis. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern darin, wie oft und wie schnell sich der Schatten ändern soll.
Die kurze Antwort vorweg
- 01Das Segel RE ist das elektrische System. Es lässt sich per Fernbedienung steuern, und Wetter-Sensoren rollen das Tuch selbsttätig aus und wieder ein.
- 02Das Segel RM ist das manuelle System. Sie rollen das Tuch selbst auf und ein und stellen den Schatten von Hand so ein, wie Sie ihn gerade brauchen.
- 03Beim Segel RM lassen sich alle Masten mit einer Absenkung versehen. Das sorgt für durchgehende Verschattung und macht es zum anpassbarsten System im Sortiment.
- 04Das Segel FX ist fest verspannt und für Balkon, Carport und Vordach gedacht. Die Regelausführung reicht bis 40 m², mit maximal sechs Masten sind bis zu 60 m² möglich. Die Masten haben einen Durchmesser von D86 oder D102 mm.
- 05Die Auswahllogik in einem Satz: Je häufiger sich der Schatten ändern soll, desto eher RE. Soll der Schatten stehen bleiben, genügt FX. Dazwischen steht RM, wenn Sie selbst bestimmen wollen, ohne auf Technik angewiesen zu sein.
- 06Unabhängig vom System gilt: Segeltuch hält bis zu 20 Jahre, ein Tuchtausch ist nach 10 bis 15 Jahren einzuplanen, Leinen alle 3 bis 6 Jahre. Die Fertigung dauert mindestens 4 bis 6 Wochen, von der Beauftragung bis zur Übergabe vergehen in der Regel 2 bis 4 Monate.
Was wirklich über das System entscheidet
Die erste Frage lautet nicht, welches System das beste ist, sondern wie oft sich der Schatten ändern soll. Wer die Terrasse über den Tag hinweg nutzt und dem Sonnenstand folgen möchte, will nicht jedes Mal zur Kurbel greifen. Dafür steht das Segel RE mit Fernbedienung und Wetter-Sensoren, die das Tuch selbsttätig aus- und einrollen. Wer den Schatten dagegen einmal setzt und dann in Ruhe lässt, braucht diese Technik nicht.
Die zweite Frage betrifft den Zuschnitt. Eine Terrasse mit klaren Kanten, ein Balkon zwischen zwei Wänden und ein Carport neben dem Haus verlangen jeweils eine andere Geometrie. Beim Segel RM lassen sich alle Masten mit einer Absenkung versehen, sodass die Verschattung durchgehend bleibt, auch wenn die Sonne tief steht. Es ist das anpassbarste System im Sortiment und daher meist die Antwort auf schwierige Zuschnitte. Das Segel FX arbeitet mit fester Verspannung und spielt seine Stärke dort aus, wo die Geometrie ohnehin feststeht: an Balkon, Carport und Vordach.
Die dritte Frage ist die Fläche. Sie ist beim Segel FX klar umrissen und wird deshalb häufig zum Ausschlusskriterium. Bei RE und RM wird die Fläche im Entwurf festgelegt, nach Aufmaß vor Ort und in Abstimmung mit der Situation am Gebäude. Wer heute schon weiß, dass die Fläche groß wird, sollte diese Frage an den Anfang stellen und nicht ans Ende.
Der Wind entscheidet nicht über das System, sondern über die Konstruktion darunter. Beim Segel FX ist eine Fläche bis 20 m² bis 61,5 km/h freigegeben, größere Varianten bis etwa 49,6 km/h. Das sind Betriebswerte: Sie sagen, bis zu welcher Windgeschwindigkeit das Tuch ausgefahren bleiben darf. Sie sind keine Bruchlast und keine Aussage über die Tragkonstruktion. Masten, Beschläge und Fundament werden auf die Windzone bemessen, in Hessen sind das rund 90 km/h.
Ausführlich zur Windstabilität und zur Bemessung der Tragkonstruktion
Die Masten des Segels FX haben einen Durchmesser von D86 oder D102 mm. Welcher Durchmesser gesetzt wird und wie viele Masten nötig sind, ergibt sich aus Fläche und Zuschnitt. Bei RE und RM wird die Fläche im Entwurf festgelegt.
Quelle: Produktunterlagen Taunus Sonnensegel zum Segel FX.
Fünf Fragen, und Sie wissen, welches Segel zu Ihnen passt
Beantworten Sie die fünf Fragen für Ihren Außenbereich. Nach der letzten Antwort sehen Sie, welches System nach Ihren Angaben vorn liegt. Der Finder ersetzt kein Aufmaß, er ordnet Ihre Anforderungen den drei Systemen zu.
Gemeint ist die tatsächliche Nutzung, nicht die Absicht. Wer selten draußen sitzt, braucht keinen Schatten, der wandert.
Das Segel RE arbeitet mit Wetter-Sensoren und rollt das Tuch selbsttätig aus und ein.
Ohne Stromanschluss scheidet das elektrische System aus. Die Leitung lässt sich oft mitverlegen, wenn ohnehin gebaut wird.
Das Segel FX reicht in der Regelausführung bis 40 m², mit maximal sechs Masten bis 60 m².
Der Ort bestimmt die Geometrie und damit, wie viel Anpassung nötig ist.
Beantworten Sie alle fünf Fragen, dann erscheint hier Ihre Empfehlung.
Der Finder ist eine Orientierung und keine verbindliche Auslegung. Welches System am Ende gebaut wird, ergibt sich aus dem Aufmaß und der Situation an Ihrem Gebäude.
Drei Systeme, sechs Unterschiede
Die Tabelle stellt nebeneinander, was sich im Alltag tatsächlich unterscheidet. Qualität und Verarbeitung sind bei allen drei Systemen dieselben.
| Merkmal | Segel RE | Segel RM | Segel FX |
|---|---|---|---|
| Bedienung | Elektrisch, steuerbar per Fernbedienung | Manuell, einfaches Auf- und Einrollen von Hand | Fest verspannt, keine laufende Bedienung |
| Reaktion auf Wetter | Wetter-Sensoren rollen das Tuch selbsttätig aus und ein | Sie entscheiden selbst und rollen von Hand ein | Das Tuch bleibt verspannt, maßgeblich sind die Betriebswerte |
| Anpassbarkeit | Schattenlage jederzeit per Fernbedienung veränderbar | Anpassbarstes System im Sortiment, Absenkung an allen Masten möglich | Feste Geometrie, im Entwurf festgelegt |
| Typischer Einsatzort | Terrasse, die über den Tag hinweg genutzt wird | Terrasse mit wechselndem Sonnenstand und anspruchsvollem Zuschnitt | Balkon, Carport und Vordach |
| Flächenrahmen | Nach Aufmaß, im Entwurf festgelegt | Nach Aufmaß, im Entwurf festgelegt | Bis 40 m², maximal sechs Masten und 60 m², Mastdurchmesser D86 oder D102 mm |
| Stromanschluss | Erforderlich | Nicht erforderlich | Nicht erforderlich |
Schatten, der mitgeht, Mast für Mast
Beim Segel RM stellen Sie den Schatten selbst ein. Das Tuch lässt sich einfach auf- und einrollen, ohne Fernbedienung und ohne Stromanschluss. Wer draußen sitzt, greift kurz zu und hat den Schatten dort, wo er gebraucht wird. Den Unterschied macht die Absenkung: Alle Masten lassen sich damit versehen. So bleibt die Verschattung durchgehend, auch wenn die Sonne tief steht und flach unter das Tuch fällt. Genau deshalb ist das Segel RM das anpassbarste System im Sortiment und häufig die Antwort auf Terrassen, die sich nicht in ein Rechteck fügen.
- Einfaches Auf- und Einrollen von Hand
- Absenkung an allen Masten möglich
- Durchgehende Verschattung auch bei tief stehender Sonne
- Kein Stromanschluss erforderlich
Was Kundinnen und Kunden uns dazu fragen
Die Bedienung. Das Segel RE lässt sich per Fernbedienung steuern, und Wetter-Sensoren rollen das Tuch selbsttätig aus und ein. Beim Segel RM rollen Sie von Hand auf und ein und stellen den Schatten selbst ein. Wer den Schatten mehrmals täglich verändert, spürt den Unterschied am deutlichsten.
Das Segel FX ist für Balkon, Carport und Vordach gedacht. Es ist fest verspannt, die Geometrie steht also nach dem Entwurf fest. Auf einer Terrasse, deren Schatten über den Tag mitwandern soll, sind RE und RM die passenderen Systeme. Ob FX für Ihre Terrasse infrage kommt, klärt sich am Zuschnitt und an der Fläche.
In der Regelausführung bis 40 m². Mit maximal sechs Masten sind bis zu 60 m² möglich. Die Masten haben einen Durchmesser von D86 oder D102 mm. Welche Variante gesetzt wird, ergibt sich aus Fläche, Zuschnitt und Untergrund.
Segeltuch hält bis zu 20 Jahre. Planen Sie einen Tuchtausch nach 10 bis 15 Jahren ein, die Leinen werden alle 3 bis 6 Jahre erneuert. Das gilt für alle drei Systeme gleichermaßen.
Die Fertigung nimmt mindestens 4 bis 6 Wochen in Anspruch. Von der Beauftragung bis zur Übergabe rechnen Sie in der Regel mit 2 bis 4 Monaten, weil Aufmaß, Planung, Fundamente und Montage aufeinander folgen. Wer im Sommer im Schatten sitzen möchte, beginnt am besten im Winter.
Wir planen, fertigen und montieren Sonnensegel nach Maß. Unser Büro ist in Oberursel (Taunus), gearbeitet wird im Taunus und im Rhein-Main-Gebiet. Jedes Segel entsteht für ein bestimmtes Grundstück, nicht für einen Katalog.
Am Anfang steht immer das Aufmaß vor Ort. Dabei klären wir, wie die Fläche zugeschnitten ist, wo die Sonne im Tagesverlauf steht und welcher Untergrund die Masten aufnimmt. Erst danach fällt die Entscheidung für eines der drei Systeme. Kräfte in Masten, Beschlägen und Fundament werden gerechnet und nicht geschätzt.
Dieser Beitrag fasst zusammen, was wir in Beratungsgesprächen am häufigsten erklären. Die Angaben zu Systemen, Flächen und Maßen stammen aus unseren Produktunterlagen. Wo eine Zahl von der Situation vor Ort abhängt, sagen wir das lieber, als eine Zahl zu nennen, die nicht trägt.
- Büro
- Wallstraße 25, 61440 Oberursel (Taunus)
- Einsatzgebiet
- Taunus und Rhein-Main
- Leistung
- Planung, Fertigung und Montage nach Maß
- Systeme
- Segel RE, Segel RM und Segel FX
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Vier kurze Schritte, keine zwei Minuten. Danach wissen wir genug, um Ihnen eine belastbare erste Einschätzung zu geben.
Was soll beschattet werden?
Wählen Sie den Bereich, der künftig im Schatten liegen soll.
Wie groß soll die Schattenfläche sein?
Eine Schätzung genügt völlig. Das genaue Maß nehmen wir beim Aufmaß vor Ort.
Wo wird der Schatten benötigt?
Die Postleitzahl genügt uns für die erste Einschätzung.
Wie erreichen wir Sie?
Wir melden uns persönlich zurück, in aller Regel innerhalb eines Werktages.
Ein bis drei Bilder der Stelle, an der das Segel entstehen soll, helfen uns mehr als jede Beschreibung.
Was sich jetzt zu lesen lohnt
Wer sich für ein System entschieden hat, klärt danach Material und Rahmenbedingungen. Diese Beiträge nehmen den Faden an genau dieser Stelle auf.