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Blog und Ratgeber
RATGEBER — ENTSCHEIDUNG

Sonnensegel oder Markise?

Beide spenden Schatten. Sie tun es nur auf sehr unterschiedliche Weise. Der ehrliche Vergleich, ohne die Markise schlechtzureden.

Lukas VolzTaunus Sonnensegel, Büro Oberursel (Taunus)24. August 20268 Minuten Lesezeit
Elemente eines elektrischen Sonnensegels im Detail
FREI PLATZIERBARohne Wand
DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK

Kurz beantwortet

Die Markise ist eine Wandlösung, das Sonnensegel eine Flächenlösung. Daraus ergibt sich fast alles Weitere. Wer nah am Haus einen schmalen Streifen beschatten will, ist mit einer Markise gut bedient. Wer eine große, frei liegende Fläche überspannen will, kommt am Segel nicht vorbei.

Dafür spricht die Markise

  • +Sie verschwindet vollständig in ihrer Kassette. Wer den Balkon im Winter gern frei sieht, bekommt das ohne jeden Handgriff.
  • +Sie braucht keine Masten und kein Fundament, weil die Wand die gesamte Last trägt.
  • +Sie ist schnell montiert und in der Anschaffung meist günstiger als eine maßgefertigte Segelanlage.

Dafür spricht das Sonnensegel

  • +Es braucht keine tragfähige Hauswand. Eine freistehende Terrasse, ein Pool oder ein Gastgarten lassen sich überspannen, wo eine Markise gar nicht ansetzen kann.
  • +Es beschattet größere Flächen. Beim Segel FX sind bis zu 60 Quadratmeter und sechs Masten möglich.
  • +Es hält mehr Wind aus: 61,5 km/h beim festen Segel bis 20 Quadratmeter gegen 49 km/h bei der besten Markise. Das ist rund ein Viertel mehr.
DER UNTERSCHIED

Zwei Bauarten, zwei Denkweisen.

Eine Markise ist ein Ausleger. Sie hängt an der Wand, fährt aus dieser Wand heraus und trägt sich über Gelenkarme selbst. Das ist eine elegante Lösung, solange es eine tragfähige Wand gibt und die zu beschattende Fläche direkt davor liegt. Mit jedem Meter Ausfall steigt jedoch das Kippmoment an der Befestigung, und genau daraus ergibt sich ihre natürliche Grenze.

Ein Sonnensegel arbeitet anders. Es wird zwischen mehreren Punkten aufgespannt, und diese Punkte dürfen frei im Raum liegen. Masten, eine Hauswand, ein Baumstamm, ein Carport: Alles, was trägt, kommt als Aufhängung infrage.

Daraus folgt der entscheidende Unterschied in der Planung. Bei einer Markise fragen Sie: Wie weit komme ich von der Wand weg? Bei einem Sonnensegel fragen Sie: Welche Fläche möchte ich überspannen, und wo darf ich verankern?

Der zweite Unterschied ist die Wirkung. Eine Markise bleibt ein technisches Bauteil an der Fassade. Ein Segel verändert den Raum darunter, weil es eine Fläche im Himmel bildet und dem Ort eine eigene Geometrie gibt.

Und der dritte Unterschied ist die Lebensdauer. Eine Markise besteht aus Gelenkarmen, Federn und Wellen, also aus beweglicher Mechanik. Ein festes Segel besteht aus Membran, Beschlägen und Leinen. Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Stellen, an denen etwas ausfallen kann.

BELEGTE ZAHLEN

Die Windgrenze im direkten Vergleich

Bis zu welcher Windgeschwindigkeit darf die Beschattung ausgefahren bleiben? Beide Werte stammen aus einer Norm beziehungsweise aus einem Datenblatt, nicht aus einer Schätzung.

Markise, höchste Windwiderstandsklasse 3

49km/h

Mehr Wind darf eine Markise nicht abbekommen. 49 km/h ist die Obergrenze der besten Klasse, die es gibt. Klasse 0 bedeutet, dass gar keine Windbeständigkeit nachgewiesen wurde.

Unser Segel FX bis 20 Quadratmeter

61,5km/h

61,5 km/h sind freigegeben, rund ein Viertel mehr. Größere Segel liegen bei etwa 49,6 km/h und damit auf dem Niveau der besten Markise.

0 km/h35 km/h70 km/h

Quellen: Windwiderstandsklassen nach DIN EN 13561 für Abschlüsse außen. Der Freigabewert zum Segel FX stammt aus unseren eigenen Produktunterlagen.

INTERAKTIV

Was passt zu Ihrer Fläche?

Fünf Fragen, eine Empfehlung. Die Auswertung läuft direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.

01

Gibt es eine tragfähige Hauswand direkt an der Fläche, die beschattet werden soll?

02

Wie groß ist die Fläche ungefähr?

03

Soll die Beschattung im Winter vollständig verschwinden?

04

Wie windexponiert liegt der Ort?

05

Wie soll der Schatten bedient werden?

Die Empfehlung ist eine erste Orientierung. Verbindlich wird sie erst nach einem Blick auf die Lage vor Ort, weil Untergrund, Nachbarbebauung und Sonnenstand jede Rechnung verändern.

IM DETAIL

Zehn Punkte im direkten Vergleich

Filtern Sie nach dem, was Ihnen wichtig ist. Drei Punkte gehen an die Markise, vier an das Sonnensegel, drei sind eine Frage des Geschmacks. Die Angaben zur Markise beschreiben den üblichen Marktstandard für Gelenkarmmarkisen.

10 Punkte werden angezeigt

KriteriumMarkiseSonnensegel nach Maß
BefestigungVorteil SonnensegelBraucht eine tragfähige Wand oder Decke. Ohne Fassade geht nichts.Frei wählbare Punkte: Masten, Wand, Carport. Auch mitten im Garten möglich.
Beschattete FlächeVorteil SonnensegelEin Streifen entlang der Wand, begrenzt durch den Ausfall der Gelenkarme.Beim Segel FX bis zu 60 Quadratmeter mit maximal sechs Masten.
WindgrenzeVorteil SonnensegelHöchste Windwiderstandsklasse 3: ausgefahren bis 49 km/h. Mehr ist nicht vorgesehen.Festes Segel bis 20 Quadratmeter ausgefahren freigegeben bis 61,5 km/h, größere Varianten rund 49,6 km/h. Die Konstruktion selbst wird auf die Windzone bemessen und liegt darüber.
Bewegliche TechnikVorteil SonnensegelGelenkarme, Federn, Tuchwelle. Mehr Mechanik bedeutet mehr Verschleißpunkte.Beim festen Segel gar keine. Beim RE nur der Antrieb, beim RM die Handbedienung.
Anschaffung und MontageVorteil MarkiseSerienprodukt, meist günstiger und in wenigen Stunden montiert.Einzelanfertigung mit Aufmaß, Statik und Fundament. Aufwendiger und entsprechend teurer.
Platzbedarf am BodenVorteil MarkiseKeiner. Die Wand trägt alles, der Boden bleibt frei.Masten und Fundamente brauchen Platz, der in die Planung gehört.
WinterVorteil MarkiseFährt in die Kassette ein und bleibt geschützt am Haus. Kein Handgriff nötig.Rollbare Segel werden eingefahren, feste Segel werden ausgehängt und eingelagert.
Reaktion auf WindGeschmackssacheWindwächter sind verfügbar, aber nicht in jeder Ausführung enthalten.Segel RE fährt über Wettersensoren selbstständig ein. Festes Segel hat gar keine Automatik.
WirkungGeschmackssacheBleibt ein technisches Bauteil an der Fassade.Bildet eine Fläche im Raum und verändert die Architektur des Außenbereichs.
Lebensdauer und PflegeGeschmackssacheMechanik gehört regelmäßig gewartet, das Tuch ist der Witterung dauerhaft ausgesetzt.Membran hält bis zu 20 Jahre, Tausch nach 10 bis 15 Jahren einplanen, Leinen alle 3 bis 6 Jahre.
HÄUFIGE FRAGEN

Segel gegen Markise

Wir bauen ausschließlich Sonnensegel. Die Angaben zur Markise beschreiben den üblichen Marktstandard und ersetzen kein Angebot eines Markisenherstellers.

In den meisten Fällen ja, und häufig mit größerer Fläche. Nicht ersetzen kann es den einen Vorteil der Markise: dass sie im eingefahrenen Zustand vollständig in ihrer Kassette verschwindet und dabei am Haus bleibt. Wer genau das braucht, ist mit einer Markise besser bedient.
In der Anschaffung liegt eine Standardmarkise meist darunter. Ein Sonnensegel nach Maß ist eine Einzelanfertigung mit Aufmaß, Statik, Masten und Fundament. Dieser Aufwand ist der Grund für den Unterschied, und er ist auch der Grund dafür, dass die Konstruktion länger hält.
Ein Sonnensegel ist als Sonnenschutz ausgelegt, nicht als Dach. Wie gut eine Fläche leichten Regen abhält, hängt vom gewählten Tuch und vom Gefälle der Verspannung ab. Wir klären das bei der Planung ehrlich, bevor Erwartungen entstehen, die die Konstruktion nicht erfüllen kann.
Beides ist möglich und wird oft kombiniert. Zwei Punkte an der Fassade, zwei an Masten ist eine häufige Lösung. Entscheidend ist nicht, woran befestigt wird, sondern ob der Punkt die Kräfte dauerhaft aufnimmt. Das prüfen wir vor Ort.
Ein festes Segel hat keine bewegliche Technik und damit auch nichts, was klemmen kann. Dafür gehört es über den Winter ausgehängt. Eine Markise bleibt am Haus, bringt dafür aber Gelenkarme, Federn und eine Tuchwelle mit, die regelmäßig gewartet werden wollen.
Ja, und das ergibt häufig Sinn. Die Markise beschattet den Streifen direkt am Haus, das Segel überspannt den freien Bereich davor, etwa über Essplatz oder Pool. Wichtig ist nur, dass sich die Verspannung des Segels nicht mit dem Ausfall der Markise ins Gehege kommt.
Sie beschreibt nach DIN EN 13561, bis zu welcher Windgeschwindigkeit eine Markise ausgefahren bleiben darf. Klasse 3 ist die höchste Stufe und entspricht Windstärke 6, also bis 49 km/h. Klasse 0 bedeutet, dass gar keine Windbeständigkeit nachgewiesen wurde. Ein Blick in das Datenblatt lohnt sich also.
ÜBER DEN AUTOR

Lukas Volz

Taunus Sonnensegel, Büro Oberursel (Taunus)

Diese Frage bekomme ich in fast jedem Erstgespräch gestellt, und ich beantworte sie ungern mit einem Verkaufsargument. Es gibt Terrassen, auf denen eine Markise die vernünftigere Lösung ist. Wer das verschweigt, verkauft einmal und verliert danach die Empfehlung.

Deshalb schaue ich mir zuerst die Fläche an, nicht den Katalog. Wenn ein Segel dort keinen Sinn ergibt, sage ich das.

Was wir bauen
Sonnensegel nach Maß, keine Markisen
Systeme
Segel RE elektrisch, RM manuell, FX fest
Einsatzgebiet
Taunus und Rhein-Main-Gebiet
Mehr über uns erfahren
Lukas Volz, Taunus Sonnensegel
IHR PROJEKT

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Vier kurze Schritte, keine zwei Minuten. Danach wissen wir genug, um Ihnen eine belastbare erste Einschätzung zu geben.

Büro
Wallstraße 25 61440 Oberursel (Taunus)
Schritt 1 von 4

Was soll beschattet werden?

Wählen Sie den Bereich, der künftig im Schatten liegen soll.

Wie groß soll die Schattenfläche sein?

Eine Schätzung genügt völlig. Das genaue Maß nehmen wir beim Aufmaß vor Ort.

Breite6 m
Länge4 m
Ergibt rund24

Wo wird der Schatten benötigt?

Die Postleitzahl genügt uns für die erste Einschätzung.

Wie erreichen wir Sie?

Wir melden uns persönlich zurück, in aller Regel innerhalb eines Werktages.

Fotos vom Ort, freiwillig

Ein bis drei Bilder der Stelle, an der das Segel entstehen soll, helfen uns mehr als jede Beschreibung.